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Schlagwort: Pobeda

Hallo Geschichte 02/2018

Hallo, diesen Newsletter schreibe ich aus dem ICE nach Berlin. Zwischen re:publica Heimkehr am Freitagabend und meiner heutigen Abreise, blieb bisher leider keine Zeit für den Newsletter. Immerhin konnte gerade das letzte Heimspiel meiner geliebten Fortuna über Sky Go verfolgen! Yes! (Zum Glück funktioniert das WLAN.) Von Berlin aus geht es über Nacht mit dem Bus weiter an mein Ziel: Minsk. Dort werde ich die nächste Woche verbringen und mich mit der weißrussischen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust beschäftigen. Dazu besuche ich unter anderem das ehemalige Vernichtungslager Maly Trostinez und die Parade zum “Tag des Sieges” am 9. Mai. Du kanntest Maly Trostinez bisher nicht und wunderst dich, dass in Minsk das Kriegsende am 9. Mai gefeiert wird? Diese Fragen möchte ich dir mit diesem Newsletter beantworten und habe entsprechende Artikel zusammengestellt. Wie immer: Feedback und Fragen einfach über einen Kanal deiner Wahl an mich senden. Viel Spaß beim Lesen und noch…

Pobeda (Победа) – der allgegenwärtige Sieg

Pobeda, nie gehört? Macht nichts! Dieses russische Wort wird euch vielleicht dieses Jahr begegnen, zumindest wenn ihr zur Fußball-WM 2018 nach Russland fliegen wollt. Die gleichnamige Billigtochter der russischen Staatsairline Aeroflot bietet günstige Flüge aus Deutschland an. Ich stieß auch auf sie, als ich letztes Jahr meine Reise nach Perm plante.

Pobeda bedeutet auf Deutsch „Sieg“. Der Name der Airline schien mir mit diesem Wissen zwar etwas seltsam, aber ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Im Land wurde mir dann aber schnell klar, auf welchen Sieg man mit diesem Namen Bezug nehmen möchte. Es ist der Sieg über den Faschismus im Jahr 1945, der besonders seit dem 70. Jahrestag im Jahr 2015 wieder sehr präsent in der russischen Erinnerungskultur ist. Die Airline existiert auch erst seit Dezember 2014 unter diesem Namen.

Denkmal für die Freiwilligen Panzerdivision aus Perm